WM Coastal – zwei Mal Gold & drei Mal Silber U19

Insgesamt 52 Nationen nahmen am Finale der World Rowing Beach Sprint Championships 2025 teil, darunter neun, die zum ersten Mal an dieser Veranstaltung teilnahmen.

Die meisten dieser neun Nationen – Amerikanisch-Samoa, Bulgarien, El Salvador, Georgien, Irak, Kuwait, Mexiko, Paraguay und Thailand – sind Ruderfans wohlbekannt und nehmen regelmäßig an Flachwasserregatten teil. Amerikanisch-Samoa gehört jedoch nicht dazu. Als Carneal Lilio und Tupulua Vaouli am Donnerstag in den Küstenregatten der U19-Junioren (Einer und Frauen) sowie im Mixed-Doppelzweier antraten, schrieben sie Geschichte für ihr Land.

Mit drei Silber-Medaillen in den drei olympischen Bootsklassen schnitten die Junioren des Deutschen Ruderverbandes auch am Samstag bei den Weltmeisterschaften im Beach Sprint hervorragend ab. Felix Krones (USV TU Dresden) musste sich erst im Finale des Junioren-Einers geschlagen geben. Zweite wurde im Juniorinnen-Einer auch Mia Tetiwa (RV Nürnberg), die ihrer Goldmedaille vom Freitag im Doppelzweier nun Silber folgen ließ. Silber holten zum Tagesabschluss auch Miklas Scheer (Erster Kieler RC) und Anna Yuri Koseki (RV Wandsbek) im Mixed-Doppelzweier.

Das Finale im Juniorinnen-Einer war das neunte Sprintrennen für Mia Tetiwa (RV Nürnberg) in drei Tagen – und das erste, das sie nicht als Siegerin beendete. Trotz der hohen Belastung duellierte sie sich im Finale mit Lou Phillipe (Frankreich) fast bis zum letzten Meter um Gold. Beide Athletinnen kamen nahezu gleichzeitig aus der Wende, setzten auf dem Rückweg abwechselnd Akzente und landeten Bug an Bug am Strand. Erst im finalen Sprint über den Sand konnte Phillipe sich knapp absetzen und gewann Gold in 02:47,59 Minuten. Tetiwa kam nur wenig später in 02:49,74 ins Ziel und sicherte sich damit Silber. Damit vervollständigte sie ihre beeindruckende WM, nachdem sie am Vortag bereits Gold im Juniorinnen-Doppelzweier gewonnen hatte. Zwei Starts, zwei Medaillen — ein bemerkenswerter Auftritt der jungen Nürnbergerin, die mit Präzision, Mut und großem Kampfgeist überzeugte.

Bei den Erfolgen im Viertelfinale gegen die Chinesin Lele Li und im Halbfinale gegen die Italienerin Maria Lanciano profitierte Tetiwa jeweils von ihrer ungewöhnlich präzisen Linienführung auf dem Rückweg, die ihr einen kürzeren Weg über den Strand als der jeweiligen Gegnerin ermöglichte.

Scheer und Koseki holen ebenfalls Silber

Das Finale des U19-Mixed-Doppelzweiers war das letzte Rennen des Samstags in Antalya. Miklas Scheer (Erster Kieler RC) und Anna Koseki (RV Wandsbek) gaben alles für Gold – das aber ging an die sehr starken Österreicher Nikolas Roidmayer und Caroline Schwendinger.  Die späteren Sieger erwischten einen explosiven Start und lagen bereits an der ersten Slalomboje mit einer Länge vorn. Ihr sauberer Turn verschaffte ihnen zusätzlichen Vorsprung, den sie auf dem Rückweg ins Ziel kontrolliert verteidigten. Nach einem starken Anlanden und schnellen Strandlauf war der WM-Titel der verdiente Lohn. Miklas Scheer, der in diesem Jahr schon U19-Weltmeister im klassischen Doppelvierer geworden war, und Anna Koseki blieben trotz des frühen Rückstands konzentriert, hielten ihre Linie sauber und brachten ihre Fahrt entschlossen ins Ziel. Silber war der verdiente Lohn für ein beeindruckend konstantes Wochenende.


Beitrag veröffentlicht

in

von

Schlagwörter:

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner